Abschlussprojekt Daniela
Tonwert-Aufgabe und Farbkarten
Auf die Idee, mir Farbkarten zu gestalten, bin ich bisher noch nicht gekommen. Dabei ist es genial für die Zusammenstellung von Farbfamilien bei Bildern! Dein Kurs war so unglaublich lehrreich und ich habe so viel über Bildgestaltung verstanden! Und es ist gar nicht leicht. Bei meinem ersten Kursprojektversuch haben sich gleich einmal zwei Linien einfach nur berührt. Am Anfang hab ich es gar nicht so richtig wahrgenommen, aber es hat so viel Spannung gemacht, dass mir eingefallen ist: Das hat Cornelia ja gesagt! Nicht nur berühren lassen, sondern am besten wirklich überlappen lassen. Bis ich mein Kursprojekt hochlade, üb ich noch Varianten. :D
Aber anbei mal meine Tonwert-Skala. Ich hab 6 Versuche gebraucht, bis sie korrekt lagen! :D Soooo hilfreich! Anbei die Letztanordnung und darunter der Erstversuch! 

Abschlussprojekt
Für das Abschlussprojekt habe ich mir aus dem dunklen, mittleren und hellen Tonwertfeld jeweils eine Farbe ausgesucht und dann eine neutrale Farbe mit hellem Tonwert noch mit viel Weißanteil gemischt. Im Anschluss habe ich die Farben harmonisiert (es waren Mischfarben mit Zinnoberrot-Anteil, also habe ich mit Zinnoberrot harmonisiert) und dann mit dem Spachteln begonnen:

Fast wäre Bild Nummer zwei sehr diagonal gewesen, das hab ich noch schnell ausgebessert. Diese Schicht musste ziemlich lange trocknen, fast sind mir die anderen Farben in dieser Zeit schon ein bisschen eingetrocknet währenddessen, doch dann kam der trockene Pinsel zum Einsatz:

Obwohl ich den dicksten Pinsel zu Hause genommen habe, hat er bei den 10x10-Kärtchen kaum Fläche eingenommen und es blieb viel Fläche weiß. Cornelias Pinsel im Video sieht kaum dicker aus, aber ich werd mich mal im Fachhandel nach weiteren Möglichkeiten umsehen mit längeren Borsten. Im nächsten Schritt kam der dunkelste von mir gewählte Tonwert dran, lasierend gesetzt:

Und im Nachhinein vollkommen logisch: lasierend war der Tonwert ja gar nicht mehr so dunkel ;) Lernen kann ich beim Umsetzen noch einmal ohne Ende und es macht riesig viel Spaß. Nächster Schritt: Meditative, dünne Pinselstriche:

Am Foto sieht man, dass es zu diesem Zeitpunkt schon um einiges dunkler draußen war - gut Ding braucht Weile. Bei diesem Schritt tu ich mir noch ein bisschen schwer, weil die dünnen Pinselstriche als Fläche ja wieder eine eigene Gestalt annehmen, die den Blick dann als Ganzes ziemlich stark führt. Wie/wo fängt man also an und hört auf? Gar nicht so leicht. Und in den Strukturen darf ich mit der Zeit noch mehr "meine Sprache" finden.

Die nächsten beiden Schritte habe ich zusammengefasst am Foto: Zuerst mit Ölkreide gearbeitet, die mir hier dann auch wieder eigentlich zu dünn war und dann noch grün gemaltes Seidenpapier collagiert. Der Sucher hat sich dabei sehr bewährt! Hier die Bilder noch einmal einzeln:




Da mir immer noch ein bisschen Farbe übrig geblieben ist, habe ich mit der überschüssigen Farbe "Resteverwertung" auf schwarzem Papier gemacht, das fand ich dann auch sehr nett im Ergebnis:

