Projekt 1

DIE SENSIBLE PHASE DER BEWEGUNG  

 

Die sensible Phase für die Bewegung betrifft allgemein die Altersgruppe von null bis drei. In diesem Alter sind die Kinder besonders aufnahmefähig für neue Bewegungen und neue Abläufe in der Bewegung. Das Erforschen neuer Bewegungen startet direkt bei Neugeborenen, wenn sie versuchen, sich zu strecken, zu strampeln und neue Möglichkeiten außerhalb des mütterlichen Bauches auszuprobieren. Bereits zu dieser Zeit haben sie den Erforscherdrang, und probieren alles aus. Vor allem wird der Anfang der sensiblen Phasen für die Bewegung auffällig, denn dann fängt das Kind an zu krabbeln. Nach dem Krabbeln kommt das Stehen, dann das Laufen und so weiter. 

Natürlich besteht die sensible Phase für die Bewegung nicht nur aus dem Lauf-Prozess. Ebenso spielen hier die Fein- und Grobmotorik eine große Rolle.  

Zu der Grobmotorik gehören dazu: Laufen, Springen, Klettern, Gleichgewicht, Werfen/Fangen usw.  

Zu der Feinmotorik gehören dazu: den Stift halten, Malen, Schreiben, Pinzettengriff und weitere feine Bewegungen. 

Dass das Kind sich in dieser sensiblen Phase befindet, erkennen wir daran, dass das Kind von sich selbst aus versucht, neue Bewegungen auszuprobieren.  

Diesen Prozess können wir nicht verhindern, sollten ihn aber auch nicht ignorieren. Kinder brauchen viele Möglichkeiten, um diese neuen Bewegungsabläufe zu erlernen und zu trainieren. In früheren Zeiten, in denen die Menschen mehr in Siedlungen als in Städten gelebt haben, ist dieser Prozess viel selbstständiger gewesen. Das heißt, Kinder waren in der Natur viel mehr Reizen ausgesetzt, wie das Klettern auf Bäumen, das Rennen und Springen in der freien Natur, und das Laufen auf unterschiedlichen Bodenbelegen. Heutzutage müssen wir aufpassen, dass unsere Kinder genügend Reize bekommen, um unterschiedliche Bewegungsabläufe auszuprobieren. Natürlich ist und bleibt hier der beste Lehrmeister die Natur, haben wir jedoch keine Möglichkeit solche Vorzüge in Anspruch zu nehmen, können wir einige der Reize künstlich nachstellen. 

Ein Beispiel für unterschiedliche Bodenbeläge re große Plattformen oder andere Unterlagen mit unterschiedlichen Steinen zu belegen (große Steine, mittlere Steine, kleine Steine, Sand), und die Kinder darüber laufen lassen. Diese Übung fördert und festigt einen gesunden und guten Gang.  

Ein weiteres Lernmaterial wären unterschiedliche Ankleide Rahmen. In denen unterschiedliche Verschluss Methoden geübt werden (wie der Reisverschluss, Knöpfe oder Schleifen). 

Auch das Löffeln ist eine neue Bewegung für das Kind. Das kann im separaten Rahmen ebenfalls geübt werden. In dem man zwei Schalen vorbereitet, und die linke Schale mit Bohnen befüllt, und einen Löffel (für den Anfang könnte man auch ein Eislöffel verwenden) zur Seite legt. Das Kind soll nun versuchen die Bohnen aus der linken in die rechte Schüssel rüber zu löffeln, und das dann wieder zurück in die linke. Damit die nächsten Kinder die Übung wieder aus der Anfangssituation beginnen können. 

Eine weiter Übung könnte das Schütteln sein. In diesem Fall müsste man zum Beispiel zwei kleine Messbecher aus Glas bereitstellen. Den linken Messbecher mit gefärbtem Reise befüllen. Dann muss das Kind den Reis aus dem linken Messbecher in den rechten schütteln und dann wieder zurück