Oft hören wir in Bezug auf die unterschiedlichsten Dinge: „Je mehr, desto besser!“ Im Minimalismus jedoch gelten andere Regeln. Hier heißt es eher: „Weniger ist mehr!“ 

Die minimalistische Ästhetik ist in den letzten Jahren sehr beliebt geworden – und das nicht nur, weil sie gut aussieht. Ein minimalistisches Wohndesign kann auch die Funktionalität verbessern, sodass du deine Räume im Alltag einfacher und effizienter nutzen kannst. Wäre es nicht schön, Zeit zu gewinnen und den Kopf freizubekommen, indem du deinen Raum optimierst?

Eine solche Optimierung lohnt sich nirgends so sehr wie in der Küche. Wenn du schon einmal mühsam Schränke durchwühlt hast, um die nötigen Zutaten fürs Essen zu finden, oder schnell die Arbeitsfläche freigeräumt hast, bevor Gäste kommen, weißt du: Vereinfachungen in der Küche können für deine Routinen einen großen Unterschied machen. Außerdem bergen sie die Chance, dass du dich neu in deine Küche verliebst! 

Lies weiter, um Inspirationen für eine minimalistische Küchengestaltung zu finden. Hier erfährst du, wie du deine minimalistische Küche sowohl funktionell als auch stilvoll gestaltest. 

Quicklinks

Was ist Minimalismus?

Als Erstes wollen wir uns mit einigen Grundlagen des minimalistischen Designs beschäftigen. Beim Minimalismus geht es ganz darum, sich auf das zu konzentrieren, was notwendig ist, und auf alles andere zu verzichten. Fans des minimalistischen Designs priorisieren die Funktion eines Gegenstands oder Raums anstelle seines Aussehens, aber Minimalismus kann dennoch toll aussehen! 

Weitere übliche Elemente des Minimalismus sind:

  • Neutrale Farben
  • Einfache Formen
  • Kein zusätzlicher Schmuck oder Dekoration
  • Klare Linien
  • Begrenzte Farbpaletten 
  • Ein Fokus auf offenen Räumen und natürlichem Licht
  • Wenig Chaos 

Behalte diese Punkte im Kopf, wenn du unsere minimalistischen Küchendesignideen in deinem Zuhause umsetzt. 

Minimalistische Küchenideen

Minimalistische Küchen funktionieren besonders gut in kleinen Wohnungen und anderen kleinen Räumen, doch du kannst minimalistische Elemente in deine bestehende Küche integrieren, egal wie viel Platz du hast. 

1. Überlege, Schwarz und Weiß als dominierende Farben zu nutzen

Küche in Schwarz und Weiß
Quelle: Instagram
Eine in Schwarz und Weiß gestaltete Küche – wie diese in @thewoody.house – ist immer stilvoll.

Mit wenigen Farben gestaltete Räume haben ein modernes, frisches Aussehen, das nie aus der Mode kommt. Außerdem musst du bei der Gestaltung einer schwarz-weißen Küche automatisch auf zusätzliche Gegenstände und Dekorationen verzichten, die den Blick ablenken würden. So wirkt der Raum minimalistischer. 

2. Mache deine Gerätschaften unsichtbar

Weiße Küche
Quelle: unsplash
Schlicht gestaltete Schränke und Küchengeräte sorgen für einen minimalistischen Look.

Küchenzubehör wie Schubladen und Schränke sind oft groß, klobig und aus Metall gefertigt, sodass sie wenig minimalistisch wirken. Um das gesamte Aussehen deiner Küche zu optimieren, ohne größere strukturelle Veränderungen vorzunehmen, kannst du bestehendes Küchenzubehör durch weniger auffällige, schlichte Alternativen ersetzen. 

3. Wähle neutrale Farben mit ein paar Farbtupfern

Küche
Quelle: unsplash
Du musst nicht auf jeden Farbklecks verzichten, um deine Küche minimalistisch zu gestalten.

Minimalist:innen wählen meist einfarbige Farbpaletten und neutrale Farbtöne, aber das bedeutet nicht, dass es keinen Platz für Farbe gibt! Wähle bei der Gestaltung deiner minimalistischen Küche ein oder zwei Orte aus, die sich für einen Farbtupfer eignen, etwa ein Kunstwerk oder Küchenzubehör in hellen oder glänzenden Farben. So sehen die restlichen minimalistischen Elemente des Raums noch besser aus.

4. Nutze Naturholz

Küche
Quelle: unsplash
Unterschätze nicht, welchen Unterschied Naturholz in einer minimalistischen Küche macht.

Entscheide dich bei der Auswahl von Tischen, Stühlen und anderen Holzelementen für Naturholz. Die natürlichen Töne tragen zum Gesamtbild von Eleganz und Einfachheit bei. 

5. Wähle Grünpflanzen als Dekoration

Weiße Küche
Bringe etwas Natur nach drinnen, um deine minimalistische Küche zu dekorieren. 

Viele Fans der minimalistischen Einrichtung lieben frische, natürliche Akzente zur Dekoration. Wenn du eine ansonsten schlichte und minimalistische Küche optisch interessanter gestalten willst, nutze Blumen und andere Zimmerpflanzen. Grünpflanzen lassen den Raum wärmer wirken, ohne die Aufmerksamkeit von den klaren Linien abzulenken. 

Du möchtest dich nicht um lebendige Pflanzen kümmern müssen? Dann tun es auch überzeugend aussehende künstliche Pflanzen. 

6. Maximiere natürliches Licht

Küche
Quelle: unsplash
Lass Licht herein! 

Eine der besten Möglichkeiten zur minimalistischen Gestaltung von Räumen besteht darin, Vorhänge, Fensterabdeckungen und Dinge, die Schatten werfen, zu entfernen. Meist sind diese Dinge nicht unbedingt notwendig und sie bringen Hektik in die Raumgestaltung. Außerdem lässt du so mehr natürliches Licht in deinen Raum! Durch etwas Sonnenlicht wirkt deine minimalistische Küche noch sauberer und heller und du benötigst weniger Lampen, die den optischen Eindruck stören. 

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Ideen für das minimalistische Küchendesign 

Doch beim Minimalismus in der Küche geht es nicht nur um das Optische. Auch den eigentlichen Aufbau deiner Koch- und Essbereiche kannst du minimalistisch gestalten. So sieht deine Küche nicht nur besser aus, sondern wird auch funktionaler. Du verbringst weniger Zeit beim Kochen und hast mehr Zeit für andere Dinge. 

7. Offene Regale nutzen

Küche
Verabschiede dich von Schranktüren!

Offene Regale sind in den letzten Jahren immer beliebter geworden, weil sie einen klaren, einfachen Look schaffen und gleichzeitig einen einfachen Zugang zu Speisen und Küchenzubehör ermöglichen. Da nichts hinter Schranktüren versteckt ist, weißt du genau, was du wo findest, und musst nicht lange suchen. Außerdem bist du motiviert, deine Regale sauber und ordentlich zu halten, da sie immer sichtbar sind. 

8. Versunkene Steckdosen nutzen

Versunkene Steckdose
Quelle: Instagram
Diese Küche wurde von @adginteriordesign so gestaltet, dass Steckdosen nicht sichtbar sind. 

Steckdosen sind in der Küche unverzichtbar, doch wenn offen sichtbare Steckdosen deine Ästhetik stören, kannst du sie verdecken. Mit etwas professioneller Hilfe von Elektriker:innen kannst du Steckdosen installieren, die wie von Zauberhand in deiner Kücheninsel oder Arbeitsfläche verschwinden. Du kannst sie herausholen, sobald du sie brauchst! 

9. Die Belüftung verbergen

Küche
Quelle: unsplash
Eine moderne Dunstabzugshaube bleibt versteckt.

Ist die Dunstabzugshaube über deinem Herd ein unschöner Anblick in deiner sonst minimalistischen Küche? Überlege, sie in einer geometrischen, modernen Einheit zu integrieren. 

10. Nutze Schubladen zur Aufbewahrung

Aufbewahrungsschubladen
Quelle: Instagram
Niemand hat gesagt, dass du Schränke für die Küchenaufbewahrung verwenden musst. Schubladen wie diese von @oniyomeyun funktionieren genauso gut!

Küchenschränke sind nicht immer gut zugänglich, besonders wenn sie weit oben hängen und du klein bist (oder Kinder hast). Schubladen sind oft die bessere Wahl für die Aufbewahrung von Geschirr, Töpfen und anderen häufig genutzten Küchengegenständen. Du musst dich nicht auf die Zehenspitzen stellen, um sie zu erreichen, und kannst die Dinge ordentlicher halten. Und wie wir wissen, sind Ordnung und Organisation der Schlüssel zum Minimalismus! 

11. Organisiere deine Gewürze

Gläser mit Inhalt
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Selbst deine Gewürze können eine minimalistische Ästhetik haben.

Eine schlecht organisierte Gewürzsammlung gerät schnell außer Kontrolle, sieht unordentlich aus und ist wenig übersichtlich. Wenn du alle Gewürze offen sichtbar aufbewahrst, kaufst du nichts doppelt und weißt beim Kochen immer, was du zur Verfügung hast. Außerdem sehen Glasbehälter ziemlich schick aus! 

Maximiere den Minimalismus

Mit diesen Ideen für die Küchengestaltung kannst du deine Küche so optimieren, dass du sie besser nutzen kannst und die Arbeit mehr Spaß macht. Schon bald wirst du dich fragen, wie du noch minimalistischer werden kannst. 

Die Maxime „Weniger ist mehr“ kann dir helfen, deinen Kopf freizumachen und dein Leben leichter zu gestalten – ob in der Küche oder anderswo. Die Zeiten des „Je mehr, desto besser“ sind vorbei – und du wirst sie nicht vermissen.  

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